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MPU-Drogen

  • wenn es Hinweise auf Drogenkonsum gibt, auch außerhalb des Straßenverkehrs   
  • bei einer Verkehrsauffälligkeit unter Einfluss von Betäubungsmitteln. 



Bei der MPU muss geklärt werden ob eine fortgeschrittene Drogenproblematik bzw. Drogenabhängigkeit vorliegt.


In allen Fällen unter dem Einfluss „härterer“ Drogen wird eine MPU immer angeordnet. Hierunter fallen Drogen wie zum Beispiel Kokain, Amphetamine, Heroin oder verschiedene Medikamente wie Opiate (zum Beispiel Tilidin) oder Benzodiazepine (zum Beispiel Valium), welche bei der Blutentnahme  gefunden werden können. Der Ablauf der Drogen-MÜPU ist der gleiche wie bei der Alkohol-MPU.

 

Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes und der Polizei ereigneten sich im Jahr 2010 in Deutschland 1188 Verkehrsunfälle mit Personenschäden und 780 schwerwiegende Verkehrsunfälle mit Sachschaden, bei denen illegale Drogen eine Rolle gespielt haben. Dabei starben 43 Personen, 404 wurden schwer und 1.220 leicht verletzt.
Die Dunkelziffer derjenigen Kraftfahrer, die unter dem Einfluss von illegalen Drogen am Straßenverkehr teilnehmen, liegt um ein Vielfaches höher. Aktuelle Schätzungen gehen von ca. 100.000 Kraftfahrern aus, die regelmäßig unter Rauschgifteinfluss stehen.

Auswirkungen von Drogen auf die Fahrtüchtigkeit?

 

Welche genauen Auswirkungen die Einnahme von Drogen auf die Fahrtauglichkeit hat, lässt sich kaum sicher vorhersehen. Schon gar nicht beim so genannten Mischkonsum, der Kombination unterschiedlicher Drogen oder von einer Droge mit Alkohol. Beispielhaft hier ein paar mögliche typische Auswirkungen von Drogen auf die Fahrtüchtigkeit:

Cannabis

  • Verlängerung der Reaktionszeit
  • Störung von Raum- und Zeiteinschätzungen
  • Verminderung der motorischen Reaktion

Ecstasy

  • Nervosität und verstärkte Aktivität
  • Störungen der Konzentration
  • Extreme Blendempfindlichkeit

Opiate

  • Drastischer Rückgang der Leistungsfähigkeit
  • Desinteresse gegenüber Verkehrsregeln und sozialen Normen
  • Gefahr des Kreislaufzusammenbruchs

LSD

  • Verlust der Selbstkontrolle
  • Starke Halluzinationen und örtliche Orientierungslosigkeit

Fahrunsicherheit durch Schwindelgefühle

 

Achtung!

Es wird erwartet, dass der Betroffene nicht nur bezüglich Drogen, sondern auch bezüglich Alkohol abstinent lebt. Selbst, wenn kein Problem mit Alkohol vorliegt. Dies wird erwartet wegen der möglichen "Suchtverlagerung" und damit der Betroffene zeigt das er gelernt hat, mit sich und seinem Leben ohne bewusstseinsverändernde Stoffe umgehen kann.

 

MPU-Wissen