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MPU Prüfung

Sie werden sehen, dass Sie keine Angst vor der MPU haben müssen. Ausreichende Selbstreflexion und Vorbereitung auf die MPU erhöhen die Erfolgsaussichten.

 

Anlässe für eine MPU

Erstmalige Fahrt unter Alkoholeinfluss  32%

Wiederholte Fahrt unter Alkoholeinfluss 18%

Alkohol und verkehrs-oder strafrechtliche Delikte 7%

Fahrt unter Drogen/Medikamente 18%

Verkehrsauffälliges Fahren ohne Alkohol/Drogen  13%

Körperliche Mängel 1%

Sonstige Anlässe 11%
(Quelle ADAC)

 

Führerscheinentzug

Mit dem Entzug Ihres Führerscheins ist Ihre bisherige Fahrberechtigung erloschen. Die Fahrerlaubnis muss von Ihnen neu beantragt werden. Zuständig ist die Führerscheinstelle vor Ort.

Das Gericht hat im Strafverfahren nicht darüber entschieden, ob Sie nach Ablauf der Sperrfrist die Fahrerlaubnis wieder erhalten. Die Sperrfrist bestimmt lediglich, ab wann Ihnen die Führerscheinstelle wieder eine Fahrerlaubnis erteilen darf.

Vor jeder Neuerteilung der Fahrerlaubnis muss die Führerscheinstelle prüfen, ob Sie wieder zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind oder ob Bedenken gegen Ihre körperliche, geistige und psychische Eignung bestehen. Bei Eignungszweifeln, insbesondere unter Berücksichtigung aller bekannt gewordenen Verkehrsverstöße (Fahren unter Alkohol und/oder Drogen), kann die Behörde eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU) bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) fordern. Sie sollten daher möglichst rasch bei der Führerscheinstelle klären, ob von Ihnen ein MPU-Gutachten gefordert wird.
Ist dies der Fall, sollten Sie direkt mit einer MPU-Vorbereitung beginnen um nicht zu viel Zeit für die Vorbereitung und evtl. notwendigen Abstinenzchecks zu verlieren.


Da jede Person, die unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnimmt eine Gefahr nicht nur für sich selbst sondern auch für die Allgemeinheit darstellt, kann der Führerschein bei Verdacht bzw. Zweifel an der Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges, entzogen werden. Ein bestimmter Promillewert oder Drogenwert reicht hierfür aus.
Um diese Eignungszweifel auszuräumen ist dann in der Regel das Beibringen eines MPU-Gutachtens erforderlich. In der MPU geht es darum, diese Eignungszweifel auszuräumen. Betroffene müssen bei der MPU "beweisen" bzw. glaubhaft machen, dass sie keine Gefahr mehr für die Allgemeinheit darstellen.

Wie Sie bei der MPU sicher durchfallen:


Wenn Sie unter Alkohol-/Drogeneinfluss zur MPU erscheinen.

Wenn Sie die Situation die zur MPU geführt hat verharmlosen (ist doch nichts passiert - waren doch nur drei Bierchen).

Wenn Sie Ihr Konsumverhalten in den Wochen und Monaten vor dem Führerscheinentzug in einer Form schildern (z.B. "habe nur sehr selten mal ein Bier getrunken) das dies nicht zu der Tatsache passt das Sie aufgrund einer hohen Alkoholgewöhnung in der Lage waren mit einem hohen Promillewert ein Auto ohne Unfall und ohne Ausfallerscheinungen zu fahren.

Wenn Sie eigentlich gar nicht wissen, was Sie bei der MPU sollen.

Wenn Sie nicht wissen, wie Alkohol/Drogen Ihre Fahrfähigkeiten beeinflussen.

Wenn Sie zwar einen Abstinenznachweis vorlegen aber gleichzeitig erklären noch gut mit Alkohol/Drogen umgehen zu können.

Wenn Sie versuchen dem Gutachter Druck zu machen (ohne Führerschein verliere ich meinen Job).

Wenn Sie zwar abstinent leben, aber keinerlei Verhaltensänderungen aufzeigen können.

Wenn Ihnen mögliche Rückfallgefahren nicht bewusst sind.

 

In den "Beurteilungskriterien zur Fahreignungsbegutachtung" ist eine positive Reflexion der Lebensgeschichte und der Konsumentwicklung u.a. so formuliert:
(Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung,3.Aufl., Kirschbaum Verlag 2013)

Urteilsbildung in der Fahreignung



"Der Klient hat eine hinreichende Problemeinsicht entwickelt und die auslösenden  oder aufrechterhaltenden Bedingungen des früheren Alkoholmissbrauchs erkannt."

"Der Klient führt früher problematische Lebensumstände in realistischem Umfang auch ursächlich auf den Alkoholmissbrauch zurück."

"Der Klient ist in der Lage, die Motive, die früher zum Drogenkonsum geführt haben, zu erkennen und kann darlegen, warum diese jetzt nicht mehr wirksam sind."

In den
"Beurteilungskriterien zur Fahreignungsbegutachtung" 
wird eine positive Verhaltensänderung
u.a. so formuliert:

"Der Klient hat Erfolg versprechende, d.h. aktive, problemorientierte Bewältigungsmechanismen entwickelt, die an die Stelle von früheren Verdrängungs- und Abwehrmechanismen getreten sind."

"Der Klient beschreibt, wie unangenehme emotionale Belastungen und Beanspruchungen ohne Alkoholkonsum bewältigt werden."

"Der Klient hat Kompetenzen zur Bewältigung von kritischen Lebenssituationen, die zum Alkoholkonsum führten, erworben."

"Durch den Alkoholverzicht wurden Lebenszufriedenheit, ein strukturierter und verantwortungsbewusster Lebensstil sowie eine Orientierung an langfristigen Plänen gefördert, was der Klient als befriedigend erlebt."

"Der Klient ist zur Aufrechterhaltung einer alkoholabstinenten Lebensweise motiviert. Die Motivation ist nachvollziehbar und ausreichend gefestigt."

"Der Alkoholkonsum des Klienten findet in einem für ihn überschaubaren Rahmen statt. Er kann ihn konkret z.B. hinsichtlich der Häufigkeit, der Trinksituationen, der Trinkmenge, Art der alkoholischen Getränke, und des zeitlichen Verlaufs benennen."

"Der Klient hat die Situationen, in denen die Umsetzung seiner Vorsätze schwierig sein könnte, erkannt und entsprechende Strategien entwickelt."

"Der Klient hat inzwischen ein stabiles Selbstwertgefühl."

"Der Klient verfügt aufgrund verbesserter personeller Ressourcen (vor allem Selbstwirksamkeitserwartungen, Optimismus, Konfliktlösungsstategien, Internale Kontrollüberzeugungen, Vulnerabilitätsbewusstsein) in ausreichendem Maße über Schutzfaktoren, die eine erfolgreiche Bewältigung von Rückfallgefahren ermöglichen."

"Die Verhaltensänderung ist motivational gefestigt, weil sie auf der Grundlage eines angemessenen Problembewusstseins eingeleitet wurde und durch stabilisierende Erfahrungen gestützt wird."

"Die Verhaltensänderung kann als stabil gewertet werden, da der Klient über ausreichende Durchsetzungskompetenzen verfügt und Bedingungen, die früher das Trinkverhalten aufrechterhielten (Auslöser und Konsequenzen) nicht mehr vorhanden oder nicht mehr wirksam sind."

"Die Drogenabstinenz ist stabil. Sie wird durch Kompetenzen des Klienten und positiven Bedingungen im sozialen Umfeld gestützt."

"Zuvor bestehende Fehleinschätzungen hinsichtlich des Wirkungsprofils der Droge bzw. des mit einem Konsum verbundenen Risikos bestehen nicht mehr".



Schauen Sie sich folgende Videos zur MPU-Prüfung an.




 

MPU-Ablauf


Der Ablauf einer MPU

Fragen bei der MPU